eHealth

eHealth in Oberösterreich

Was ist eHealth?

„Unter eHealth verstehen wir eine besondere Denkweise und Einstellung von vernetztem und globalen Denken, um die Gesundheitsversorgung durch den Gebrauch von Informations- und Kommunikationstechnologie zu verbessern“, sagt Dr. Gunter Eysenbach. Wir in Oberösterreich haben in der eHealth Strategie diesen Ansatz von Herrn Eysenbach übernommen und wollen ihn in Zukunft weiter verbreiten.

 

Ein erster Schritt zur Verbreitung dieses Grundgedankens wurde durch die Erarbeitung und Beschlussfassung der eHealth Strategie OÖ gesetzt. Mit 10.03.2008 hat die Gesundheitsplattform diese Strategie beschlossen, die unter breiter Einbindung und engagierter Mitarbeit vieler Systempartner und ihrer nominierten Vertreter entwickelt wurde.

 

Wozu eine eHealth Strategie?

Die eHealth Strategie soll dazu dienen,

  • die Aktivitäten und Projekte mit eHealth-Bezug im Bundesland OÖ hinsichtlich ihrer Rele­vanz für sektorenübergreifende Kommunikation in einen Gesamtrahmen zu bringen;
  • die Chancen der IKT für die Optimierung der insbesondere zwischenbetrieblichen Zusam­menarbeit zu dokumentieren;
  • die Ziele und Umsetzungsbedingungen für Aktivitäten und Projekte im eHealth-Kontext zu verdeutlichen und einen Planungsrahmen zur Verfügung zu stellen;
  • die Vorgangsweisen für die Öffentlichkeit verständlich kommunizierbar darzustellen.

 

Gültigkeit hat diese Strategie für alle Systempartner im Gesundheitswesen und Pflegebereich. Die vollständige Unterlage finden Sie als Download unter folgendem Link >> Download.

 

Inhaltlich konzentriert sich die eHealth Strategie auf insgesamt 3 Oberziele mit jeweils einer Reihe von beispielhaft angeführten Unterzielen:

  • Oberziel 1: Qualitätssteigerung der PatientInnen-Versorgung durch zB Verbesserung der einrichtungsübergreifenden Behandlungsplaner und Koordination oder betriebszeitenunabhängigen, raschen Zugriff auf Informationen.
  • Oberziel 2: Effizienzsteigerung im Gesamtsystem, zB durch gemeinsame dauerhafte Planung und Umsetzung von transmuralen IT-Prozessen oder durch Vermeidung von technisch unzweckmäßigen IKT-Investitionen.
  • Oberziel 3: Verbesserung des Informationsstands der Bürgerinnen und Bürger, zB durch permanenten Zugang zu Verfügbarkeitsinformationen, wie Öffnungszeiten, Kapazitäten, etc.

 

Was ändert sich für PatientInnen und KlientInnen durch eHealth?

Die Gesundheitsdaten der KlientInnen/PatientInnen sind für die BetreuerInnen/BehandlerInnen wesentlich transparenter und nachvollziehbarer, damit können Entscheidungen in der Betreuung und Behandlung noch qualitätsgesicherter erfolgen.

Zwingend erforderlich für die BürgerInnen ist in diesem Kontext die Möglichkeit einen differenzierten Schutz ihrer Daten und eine völlige Transparenz auf die Gesundheitsdaten sicher zu stellen.

Es besteht ein großes Potenzial, die Vertrauensbasis zwischen den Agierenden zu stärken und die Entscheidungsqualität im System zu verbessern.

 

Was sind besondere Herausforderungen bei eHealth?

Im Mittelpunkt steht jedenfalls der Datenschutz bzw. die Datensicherheit. Maßnahmen wie die permanente Evaluierung der Datenprovider durch unabhängige Dritte sowie die Bindung an strenge Richtlinien und Vorgaben sind jedenfalls umzusetzen.

Die zeitgerechte Verfügbarkeit von Informationen setzt technische und semantische Operabilität voraus. Dh. es wird in den nächsten Jahren darum gehen, bestehende Systeme kompatibel zu machen und bei der Neuanschaffung von Systemen besonders auf diese Kompatibilität zu achten.

Die Informationen als solche werden standardisiert und strukturierter sein müssen, um sie rascher zwischen den Systemen austauschen und damit auch lesbar zu machen.

 

Was sind die konkreten Aktivitäten?

Auf Basis der eHealth Strategie wurde ein Umsetzungskonzept (sh. unter download ) erarbeitet und am 13.3.2009 von der Gesundheitsplattform abgenommen. Die Umsetzungsverantwortung wurde dem neu gegründeten eHealth Management übertragen, das im Mai 2009 seine Aktivitäten gestartet hat.